Das war das Weihnachtskonzert 2025
Wie könnte es anders sein, den Abschluss des Jahres bildete auch heuer wieder das schon zur Tradition gewordene Weihnachtskonzert am 25. Dezember auf der Festspielbühne Hallein.
In diesem Jahr stand das 25-Jahr-Jubiläum unseres Dirigenten im Vordergrund. Seit 2001 ist Hermann Seiwald Kapellmeister der Bürgerkorpskapelle. In dieser Zeit konnte der Musikverein mit ihrem musikalischem Leiter viele Projekte verwirklichen und große Ziele erreichen. Es gelang und gelingt ihm immer wieder, großartige neue Ideen musikalisch umzusetzen.
Das Weihnachtskonzert startete wie in jedem Jahr mit Stille Nacht! Heilige Nacht! In diesem Jahr in einem Arrangement von Karl Safaric. Die weihnachtliche Stimmung wurde mit Fernbläsern, welche hier zum Einsatz kommen besonders hervorgehoben.
Nach Ideen vom Kapellmeister Hermann Seiwald haben die Komponisten Martin Fabian, Karl Safaric, Josef Gruber, Franz Posch, Jakob Gruchmann und Frank van Nooy Werke zu verschieden Themen komponiert oder bearbeitet. Dabei sind sieben Musikstücke entstanden welche in der Blasmusik Suite, dem zweiten Programmpunkt des Weihnachtskonzerts 2025 zusammengefasst wurden.
Zwischen den einzelnen Stücken der Blasmusik Suite hörte das Publikum einleitende Texte, welche von Finn Wallner aus dem Hintergrund vorgetragen wurden, dies sorgte für eine besonders spannende Atmosphäre.
Das Konzertprogramm setzte mit dem Konzertwerk Fantastica von Martin Scharnagl, einer besonders vielfältigen Fantasie für Blasorchester fort, Dirigent: Kpm. Stv. Florian Brunauer.
Nach der Polka Wenn Blech erklingt von Franz Watz lud Kapellmeister Hermann Seiwald das Publikum ein, Klänge und Geräusche mit Musik zu verbinden.
Deshalb hatten es sich die Schlagwerker Michael Seywald und Bastian Mühlbacher zur Aufgabe gemacht mit Materialien, welche in ihrer Grundbestimmung eigentlich für andere Zwecke vorgesehen sind, zu musizieren. Dafür haben die Beiden auf einem Gestell ca. 20 Meter Abflussrohr unterschiedlicher Längen verbaut und feinsäuberlich auf 442 Frequenz in Herz gestimmt. Zwei Teigkarten oder Teigschaber aus der Küche dienten als Schlägel. Mit dem von ihnen auf den Namen „Xylosyphon“ getauften Instrument kamen sie an den Klang eines echten Xylophons ziemlich nahe heran.
Beim nächsten Beispiel kam ein handelsüblicher Laubbläser zum Einsatz, denn wie sich herausstellte produziert auch dieses Gerät einen Ton und zwar das „Klingende B“. Eine ausgesprochene Harmonie kam beim gemeinsamen Musizieren mit der HIA & DO Brass jedoch leider nicht zu Stande. Obwohl sich Bertl Steiner am Laubbläser große Mühe gab, klang es dann doch eher nach „Weisenbläser gegen Laubläser“. Was aber zumindest beim Publikum für gute Unterhaltung sorgte.
Die Zukunft der Bürgerkorpskapelle
Auch heuer konnten dank der intensiven Nachwuchsarbeit unseres Kapellmeisters wieder drei neue Musiker:innen in den Reihen der Bürgerkorpskapelle begrüßt werden, ihr erstes Weihnachtskonzert spielten an diesem Abend: Carina Schöller, Lukas Fritz und Jakob Lang.
Besonders erwähnenswert war in diesem Jahr das Leistungsabzeichen des Österreichischen Blasmusikverbands in Gold, welches von Maximilian Rettenegger auf dem Saxophon absolviert wurde. Das Publikum gratulierte ihm dazu mit einem großen Applaus.
Mit dem Konzertbeitrag DAS SCHÖNSTE ZU FRESSEN, DAS UNSEREINS HAT, DAS IST DER SALAT welches es auf den Programm Folder aber nur als „UNTERHALTUNGSMELODIEN“ geschafft hatte, erinnerte die Bürgerkorpskapelle Hallein ihre Zuhörer:innen an die Lieder der unvergessenen Caterina Valente und Peter Alexander.
Ehrungen
Gegen Ende des Konzerts folgte der obligatorische Ehrungsteil. In diesem Jahr erhielt Kathrin Eßl für ihre über 10jährige Tätigkeit als Kassierin des Vereins das Verdienstzeichen in Bronze, als Dank für das vorbildliche und gewissenhafte Führen der Vereinskasse.
Das Ehrenzeichen in Silber erhielt Andreas Alfarè welcher, vor 25 Jahren als Musiker bei der Bürgerkorpskapelle begonnen hat und mittlerweile zu einer unverzichtbaren Stütze im Vereinsvorstand geworden ist.
Die „Spezial-Auszeichnungen“ des Konzertabends gingen an Hermann Seiwald und Bertl Steiner.
Wie bereits im laufe des Konzerts erwähnt feiert Hermann Seiwald sein 25jähriges Kapellmeisterjubiläum.
Die Bürgerkorpskapelle bedankte sich bei ihrem künstlerischen Leiter für die ersten 25 Jahre und hofft noch auf weitere schöne Weihnachtskonzerte mit ihm. Danke sagten auch Thomas Windhofer und Armin Keuschnigg v. Bezirksverband, für seine jahrelange Mitarbeit im Bezirksvorstand und als Bezirkskapellmeister. Besonders aber für sein Engagement um die Erstellung des neuen Notenmaterials „Festliche und sakrale Blasorchester-Klänge“, welches mittlerweile im gesamten Bundesland und darüber hinaus zur Anwendung kommt.
Sie übereichten Hermann deshalb zwei Eintrittskarten für eines der Beiden Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoiker im Goldenen Saal des Musikvereins.
36 Jahre war Rupert „Bertl“ Steiner Stabführer der Bürgerkorpskapelle. Er hat diese Aufgabe seinerzeit von seinem Vater übernommen. Mit seiner Hilfe konnte die Bürgerkorpskapelle viele Preise und Auszeichnungen gewinnen, besonders hervorzuheben der Bundessieg „Musik in Bewegung“ im Jahr 2013.
Bei der vergangenen Generalversammlung hat er den Tambour Stab an seinen Nachfolger Andreas Züger weitergegeben, bleibt aber der Bürgerkorpskapelle als Musiker und dem Land als Landesstabführer weiterhin erhalten. Als Dank für „36 Jahre im Gleichschritt für die BKK“ überreichte ihm die Musik an diesem Abend ein von Helmut Kirchtag aus Tenneck extra angefertigtes Bild, welches Bertl Steiner als Stabführer zeigt.
Nach dem Ehrungsteil folgte der letzte musikalische Programmpunkt des diesjährigen Weihnachtskonzerts. Mit dem Konzertmarsch Musizieren Jubilieren von Sepp Neumayrverabschiedete sich die Bürgerkorpskapelle von ihrem Publikum.
Geheime Zugabe von den Musiker:innen für Kapellmeister Hermann Seiwald
Abschließend folgte noch ein weiteres Highlight des Konzertabends. Die Musikerinnen und Musiker hatten in den vergangen Wochen zum Jubiläum ihres Kapellmeisters ein Überraschungsstück einstudiert. Die ganze „Aktion“ musste freilich geheim und ohne Wissen des Kapellmeisters erfolgen. Nachdem aber Hermann Seiwald nahezu täglich im Probelokal anzutreffen ist, mussten die Musiker:innen für die Proben sicherheitshalber zu den Kollegen nach Oberalm ausweichen.
Mit dem „Vierteljahrhundert Dreiviertler“ von Herbert Pixner speziell für diesen Anlass von Markus Fuschlberger bearbeitet, bedankte sich die Musik bei ihrem Kapellmeister musikalisch für die ersten 25 Jahre.
Stellvertretend tat dies der Vorstand mit einer von Karl Harter geschmiedeten Lyra mit Taktstock und der Zahl 25.
Die Musikerinnen und Musiker sowie das Konzertpublikum erlebten nach dem Überraschungsstück einen sichtlich gerührten Kapellmeister Hermann Seiwald, welcher von der musikalischen Wertschätzung überwältigt war.
Nachdem die weiteren Zugaben nämlich der Fliegermarsch von Hermann Dostal und Polkafreude von Peter Leitner verklungen waren, hatten alle die noch Zeit hatten in der „Alten Schmiede“ die Gelegenheit den Konzertabend in gemütlicher Runde zu beschließen.
Alle Bilder vom Weihnachtskonzert 2025
Bericht: Stefan Seiwald
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